Rückblick Mai 2013 – Eindruck aus dem MTB-Fahrtechniktraining

Der Mai war ein regnerischer und relativ kalter Monat. Viele Feiertage, also viel Freizeit und durch den relativ unerwarteten Krankenhausaufenthalt meines Chefs auch sehr arbeitsreich für mich.

Wahrscheinlich war der Monat auch deshalb so schnell vorbei. Wie immer an dieser Stelle, die Zahlen des Monats:

  • 5,15 km in 41 Min. gelaufen (1 Lauf)
  • 62,92 Radkilometer (1 Tour und MTB-Fahrtechniktraining)
  • Weitere Sportzeit mit Bodycombat, Bodypump, Fitness (Kraft), Pilates, MTB und Indoor Cycling verbracht.
  • Sportzeit gesamt: 18 Stunden 36 Minuten

Meine Sportzeit hat sich etwas gesteigert, was wohl an den Stunden beim Fahrtechniktraining gelegen hat.

Da ich darüber noch nicht geschrieben habe, hole ich das jetzt schnell nach.

Ich hatte mich eigentlich für den Womens-Only-Kurs angemeldet, der aber wegen des schlechten Wetters abgesagt wurde.

Ich buchte deshalb um zum eintägigen (gemischten) Kurs. Vorab wurden mir folgende Informationen übermittelt:

Tageskurs Mountainbike Fahrtechnik Anfänger Level 1+2, im Singletrail Parcours Hochspeyer.

Das lernt ihr: Kurs Anfänger Level 1+2:

  • Richtige Einstellung des Rades, Fahrwerkssetup
  • Grundposition, Balanceübungen
  • richtiges Bremsen und Schalten, richtige Kurventechnik, Wahl der Ideallinie, Vorausschauendes Fahren
  • Anfahren an Steilstücken, Überwinden von Hindernissen, kleinere Stufen fahren, einfache Kehren fahren, usw.

Das war der grobe Zeitplan:

10:00 Uhr Treffpunkt am GIANT Testcenter Pfälzerwald
10.00 Uhr bis 13.00 Uhr Rad- und Fahrwerkseinstellung, Fahrtechnik Grundlagen
13.00 Uhr bis 14.00 Uhr Mittagspause mit Einkehr (Eigenversorgung, nicht im Preis enthalten)
14.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr Fahrtechnik Praxis im Singletrailparcours Hochspeyer

Meine Gruppe bestand aus etwa 10 Personen aus Hessen, der Vorderpfalz und Baden-Württemberg. Ich war die einzigste, die aus der unmittelbaren Nähe kam. Nach einer kurzen Vorstellrunde aller Teilnehmer wurden zunächst die Räder überprüft und erklärt, auf was man bei der Einstellung des eigenen Rades achten muss.

Mein Hardtail verfügt über nicht so viele Technik, habe mir aber versucht das bei den anderen genau anzusehen, die teilweise mit Fullys angereist sind. Naja. Zuviel für mich um diese frühe Uhrzeit. Hätte mir gerne mehr gemerkt.

An meinem Rad wurde nur der Sattel moniert. Der Stand mit der Sattelspitze etwas zu weit nach oben. Es fehlte Luft im hinteren Reifen -das wusste ich aber vorher schon- und mein Vorderrad war nicht richtig fest gemacht. Auch meine Schuld, denn ich muss das Laufrad beim Transport immer demontieren, damit es in mein Auto passt. In der Aufregung habe ich es nicht nochmal überprüft.

Schelmisch wurde ich von Florian (Guide/Trainer) gefragt, warum ich denn überhaupt mit dem Auto gekommen sei, weil Weilerbach ja nicht so weit weg wäre (einfache Fahrt etwa 25 km).

Ist wirklich nicht weit. Aber ich wusste nicht, was mich den ganzen Tag erwartet und dann bin ich durch meine lange Zwangspause noch nicht auf dem Fitnesslevel, um mir das schon zuzutrauen. Ich war mir bis dahin auch noch nicht wirklich sicher, ob ich über den Tag gesehen, überhaupt mithalten kann und nach dem Kurs hätte ich ja auch wieder zurückfahren müssen.

Etwa gegen 11:15 Uhr ging es dann mit der Gruppe für etwa 4 km in Richtung Jugendherberge in Hochspeyer, wo sich der Singletrail-Technikparcour befindet. Ich war dort bereits im letzten Jahr und hatte hierüber berichtet. Hier nochmals der Link zu meinem Blogpost: Mein MTB und ich!

Auf dem Basketballplatz kamen kurze ausführliche Erklärungen mit Demonstration der einzelnen Übungen, die von der Gruppe dann nachgemacht werden mussten. Nach Bedarf wurde sofort korrigiert:

  • Grundposition, Balanceübungen, Vorder- und Hinterradheben
  • richtiges Bremsen und Schalten, Vorausschauendes Fahren

Beeindruckend waren alle, als an einer Teilnehmerin demonstriert wurde, wie weit der Winkel des Hinterrades vom Boden entfernt sein muss, damit ein Rad sich nach vorne überschlägt. Es muss schon einiges passieren, damit es überhaupt soweit kommt, also keine Angst beim Bergabfahren.

Meine Fehler:

Ich drücke meine Beine nicht durch. Im Studio wird man immer darauf hingewiesen, dass man die Knie soft halten soll. Ist schon Gewohnheit und beim Rad fahren muss ich umdenken. 🙂

Um 12:30 Uhr ging es dann zum Mittagessen. Es folgte ein kleiner Regenschauer, den wir von der Gaststätte aus „miterleben“ durften.

Auf dem Rückweg zum Parcour kam die Lektion:

  • Richtiges Anfahren in Anstiegen/am Berg

Wow sogar ich hab das geschafft!! 😀

Bevor es in den Technikparcour ging, bekamen wir nochmals eine Einweisung über korrektes Verhalten mit dem Bike im Wald, so dass man keine Gefahr für andere und die Natur darstellt.

Das fand ich wichtig und sollte grundsätzlich jeder wissen. Wie auch im Straßenverkehr, gibt es Idioten, die meinen Narrenfreiheit zu haben und sich an diese Regeln nicht halten zu müssen. Hier sind die Regeln nochmals genau nachzulesen: Fair Biking.

Dann ab auf den Technikparcour in den Slalom (unten im Bild orangene Strecke).

  • richtige Kurventechnik, Wahl der Ideallinie, Vorausschauendes Fahren

Darauf freute ich mich schon den ganzen Tag.

Die einzelnen Kurven wurden mehrmals wiederholt angesteuert, immer mit dem Guide/Trainer in der Nähe, der auf Fehler hinwies.

Man merkte nach und nach, dass man immer sicherer wurde und das vorher Gelernte auch unbewusst umsetzt.

Ab da raste die Zeit und schwupp war der Kurs vorbei.

Auf vielfachen Wunsch durfte man unter der Anleitung von Florian (Guide/Trainer) das letzte Stück der roten Abfahrt als schönen Abschluss runter fahren. Ich schloss mich dem an. Nach der ersten Kurve erinnerte ich mich an dieses Teilstück und stieg erst mal ab. Letztes Jahr habe ich da viel geschoben.

Ich wollte es komplett fahren und schob erst mal wieder hoch zum Anfang und reihte mich hinten in die Reihe ein.

Und was soll ich sagen: Ein super Abschluss! Ich konnte ohne Absteigen bis zum Ende fahren.

Die 4 km zurück zum Auto waren dann zwar nochmal hart für mich, aber ich war glücklich. Viel gelernt über mich und mein Hardtail.

Jetzt muss ich nur noch an meiner Fitness arbeiten. 🙂

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Über meineartzulaufen

You can rest when you´re dead!
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