2. Tag Cube Womens Bike Camp Lermoos

2. Tag: Ab gehts ins Gelände!

Nach einem richtig tollen reichhaltigen Frühstück vom Buffet war um 09:00 Uhr Treffpunkt der Gruppe vom Vortag am Eingang des Mohr Life Resort.

Der Guide Walter zählte durch und gab einen kurzen Einblick über den Tag.

Zunächst ging es in diesselbe Richtung wie bereits am Vortag. Bevor es bergauf ging hielten wir an einem Parkplatz. Erst mal Fahrtechnik und Koordination.

Langsam fahren (stehend/sitzend), im Stand die Balance auf dem Rad halten, Kurven und Spitzkehren richtig nehmen, vorausschauend fahren, mit den Händen überkreuz am Lenker fahren usw.

Dann ging es weiter auf den Berg. Dort wo wir am Vortag in Gruppen aufgeteilt wurden, hielten wir wieder und machten einige Bremsübungen (vorne/hinten/gleichzeitig).

Die Wiese war voller Kühe, denen das gar nichts auszumachen schien, dass wir hier um sie rum fuhren. Einige waren so neugierig, dass sie immer näher kamen und auch an unseren Rucksäcken schnupperten. Walter war stets bemüht die Kühe von uns fern zu halten.

Teilweise war es echt witzig. Standen 3 Jungtiere in reih und glied nebeneinander und schauten zu wie jeder einzelne an ihnen vorbei rauschte. Ein geiles Bild. Erinnerte ein bischen an Statler und Waldorf aus der Muppetsshow ;-D

Bis jeder mit dem Untergrund und dem Gefühl für die Bremsen durch war, ging es dann auch schon weiter bergaufwärts. Heute sogar noch etwas höher als am Vortag. Die Skipiste runter.

Hinter mir hörte ich es nur krachen. Die Erste ist gefallen. So schnell wie sie fiel, so schnell konnte ich nicht reagieren. Die Gruppe hielt und wartete seitlich und ich teilte mit, dass da jmd. gefallen sei. Walter hinauf um zu helfen und abzuklären, ob alles in Ordnung ist. Einige Minuten später konnte es auch schon weiter gehen. Nichts schlimmes passiert.

Dann ging es in die ersten Trails. Absteigen, Strecke anschauen. Es wurde erklärt, wo und wie eingestiegen wird und wo die Knackpunkte liegen. Man sollte dann selbst entscheiden, ob man fahren möchte oder nicht. Ich musste nicht lange überlegen, dafür war ich ja hier.

Konnte ich eine Passage nicht gleich nehmen, schob ich mein „Maul“ zurück und probierte das Ganze gleich noch einmal.

Es machte mehr als Bock und ich war teilweise mehr als überrascht, dass ich das teilweise mit wenig Angst, aber mit dem allergrößten Respekt, probiert und auch nach einigen Anläufen vieles ohne absteigen geschafft habe.

Es waren dooch ein paar Mädels in meiner Gruppe, die mit sehr viel Angst an die ganze Sache ran gingen und man auch die Verunsicherung dann im Trail und auf dem Rad beobachten konnte.

Ich hatte, mit der Entscheidung daheim schon ein Fahrtechniktraining zu machen, nicht daneben gelegen. Ich konnte mein Rad in den meisten Situationen gut einschätzen und hatte auch schon ein recht gutes Gefühl es zu beherrschen.

Gegen 13:30 Uhr ging es dann zum Mittagessen auf eine Hütte etwas unterhalb des Skiliftes.

Es gab eine eigene Karte für die Campmädels.

Und was suchte ich mir aus… natürlich: Kässpatzen. Die schmecken auch nur in Österreich so gut. 😉

Nach dem Mittagessen ging es mit dem Rad an den Skilift. Es ging bis auf 1625m.

Ein Teil der Gruppe wollte dieses Teilstück mit dem Rad erklimmen. Der andere Teil nahm den Lift.

Es wurde frisch und windig. Und je weiter es nach oben ging, um so frischer wurde es. Jetzt war mir auch klar, warum man in den Bergen beim biken einen größeren Rucksack braucht. Es muss für alle Eventualitäten vorgesorgt sein. 🙂

Ich hatte morgens schon meine Radjacke angezogen. Nur lange Hosen besitze ich nicht und so trug ich meine Laufcapritight unter den Bikeshorts, um nicht in ganz kurz unterwegs zu sein.

Bis die anderen alle in ihre Jacken und langen Hosen geschlüpft sind, konnte ich mich noch in der grandiosen Landschaft verlieren.

Wow! Wahnsinn!! Alles grün und der Gipfel vom Berg „nebenan“ im Schnee versunken.

Vor lauter lauter hatte ich das Fotografieren vergessen. 😦

Auch wenn es landschaftlich toll war, kann ich mir immer noch nicht vorstellen Ski zu fahren. Diese Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind einfach nichts für mich.

Nachdem alle prepariert waren, ging es dann die Skipiste nach unten. Immer dem Guide Walter hinterher, der die Ideallinie vorgab.

Uiuiui war das teilweise steil und ich war froh auf dem Rad zu sitzen. Mit Ski oder Snowboard hätte ich mich wahrscheinlich mehr überwinden müssen. Komisch eigentlich.

Nach etwa 200 HM abwärts stießen wir auf die Gruppe, die den Berg mit dem Rad erklimmen wollte. Sie hatten ein gutes Tempo hingelegt. Respekt. Sie durften noch kurz ausschnaufen und sich ebenfalls zum Bergabfahren in lange Sachen schlüpfen.

Dann ging es weiter nach unten auf der Skipiste. Ab etwa der Hälfte der Strecke ging es dann wieder in Trails abwärts.

Beim ersten Trail war eine etwas höhere Stufe zu überwinden. Es wurde mehrmals gezeigt wie die Arm- und Körperhaltung zu sein hat, damit man sich nicht überschlägt oder sonstwas passiert.

Die Mädels mit der Angst ließen die anderen immer vor ihnen fahren.

Ich erinnere mich auch nur an 2-3 andere Mädels, die immer vor mir oder den ängstlicheren solche Passagen angingen.

So jetzt war die Jasi an der Reihe. Einmal richtig durchschnaufen, Anlauf nehmen und die Stufe ohne Probleme genommen und die dahinter gleich mit.

Erfolgserlebnis Nr. 2 oder 3 oder 4? Keine Ahnunung. Ich kann das, YEAH! Ich kann meine Gefühle in solchen Momenten schlecht beschreiben. Ich konnte nur noch breit grinsen.

Es war fast vergleichbar, wie das Gefühl auf der Rennstrecke, damals auf dem Hockenheimring, als ich mit 180 in die Sachskurve reinflog und die Reifen quietschten. Der helle Wahnsinn!

Und so ging es dann den bis zum Fuß des Berges, immer mit diesem Mischgefühl voller Respekt vor dem Trail und dem Glücksgefühl.

Auf dem Heimweg ging es noch auf einen richtig schnellen Trail der eigentlich recht flach aussah, man aber doch guten Speed drauf bekommen konnte.
Ach Gott wie geil! Die Gruppe wurde auseinandergerissen und jeder fuhr dort so wie er kann. Ich musste mich nicht bemerkbar machen, weil meine Kette immer auf der Strebe aufschlug und man mich schon von weitem gehört hat. Konnte deshalb immer gut an den Mädels, die halten mussten, vorbei fahren.

Wäre diese Passage am liebsten nochmal durchgerauscht. ❤

Dann ging es schon auf den Weg zurück ins Hotel.

Die Uhr zeigte knapp 6 Std. reine Fahrzeit an diesem Tag an. Es hatte mehr als Spass gemacht und ich war auf die restlichen Tage gespannt.

Nach einer heißen Dusche wurde der Abend mit Iris und Michelle beim Abendessen mit ihren Erzählungen über deren Touren gemütlich ausklingen lassen.

Das Abendessen war übrigens ein österreichisches Buffet! Alles was Österreich an Spezialitäten zu bieten hat, konnte man vorfinden. Ich hätte mich allein schon von den Nachspeisen (die nicht wenig sind) satt essen können.

Es  ging dann auch relativ früh ins Bett.

….. Fortsetzung folgt!!

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Über meineartzulaufen

You can rest when you´re dead!
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