4. Tag Cube Womens Bike Camp Lermoos

4. Tag, Letzte Ausfahrt und gemeinsamer Abschluss:

Wie schon tags zuvor ging es wieder zum reichhaltigen Frühstücksbuffet. Danach checkte ich aus und brachte meine Koffer ins Auto und machte mich gleich fertig für die letzte Tour. wieder in der Gruppe, in die ich am 1. Tag zugeordnet wurde.  Jedoch nicht mit meinem Rad, sondern mit einem Leihrad. Bei bestem Wetter. Die Sonne scheinte mal zur Abwechselung. 🙂

Ich hatte mein Maul bereits Samstags wieder gut in meinem Koffer im Auto verstaut und wollte mal mit einem Fully die Trails erfahren.

Man hatte über die ganze Campzeit die Möglichkeit verschiedene Radmodelle, Zubehörteile, Kleider und Accessoires zu testen.

Z. B. Kleidung von Gore Bike Wear, Rucksäcke (Damenmodelle) von Deuter, Alpina (Brillen und Helme), Anita (Damenwäsche), Radschuhe von Shimano, Sigma Radcomputer und Pulsuhren, Protektoren von Sixsixone uvm.

Sämtliche Produkte (außer die Räder) konnten zu vergünstigten Preisen erworben werden.

Ich konnte einigen Angeboten nicht wiederstehen. Ich nahm

– neue Pedale (Flatpaddles)

– eine Trinkblase und

– eine CO2-Pumpe mit Ersatzkartuschen

mit nach Hause.

Ich hatte mir bereits über das Wochenende verschiedene Pedale getestet und beim Schrauberworkshop, an dem ich ebenfalls teilgenommen habe (huch! Den hab ich in meinen Berichten zuvor völlig vergessen!) mir vorsichtshalber ein Rad für den Sonntag reserviert.

Das war das gute Stück:

Specialized StumperJumper

Specialized StumperJumper

Mir wurde erklärt, wie die ganzen Knöpfe zu bedienen sind, der Sattel wurde eingestellt und schon ging es los.

Es ging heute in Richtung Zugspitze. Unterwegs haben wir erfahren, dass wir auch ein Teil der Zugspitze erklimmen werden.

Also bergrauf ohne Lift. Uff… naja. Nach dem letzten ruhigen Tag darf ich mich jetzt nochmal verausgaben. Yay!

Uns wurde erklärt, dass es anfangs stetig bergauf geht und jeder in seinem Tempo fahren soll. Dabei wären die ersten 200m entscheidend. Nicht gleich in die vollen gehen, damit man nicht in die anaerobe Zone gelangt und frühzeitig schlapp macht. An einer Gastwirtschaft solle der Treffpunkt sein.

Also Knopf drücken und vordere Gabel starr stellen. Ich konnte gut mithalten und war da noch guter Dinge. Konnte mich noch gut unterhalten und fragte bei einer Teilnehmerin, die mit GPS-Tacho fuhr, ob man die Steigung ablesen kann.

9 % bei ca. 3 km/h. Na also ich kann das. Tschaka! Einfach schön weiter pedalieren.

Angekommen mussten wir doch etwas auf 2 Nachzügler warten. Gut für mich. Kurze Erholung.

Dann weiter. Es wurde schon steiler und unterwegs wurde ich von Walter gefragt, wie das Gefühl mit dem Bike sei. Ist ja doch etwas anderes als ein Hardtail.

Naja. Es schaukelt schon mehr als mein Maul. Es war ungewohnt. Und eine Nummer zu groß. Rahmengröße M = nicht für kleine Jasis geeignet. Aber das sollte ich später im Trail noch mehr feststellen.

Ich muste 3 Mal absteigen und schnaufen. Aber ich schob nicht, sondern stieg an Ort und Stelle wieder auf und fuhr weiter nach oben. Oben angekommen fragte ich informationshalber nach, wie weit oben wir nun waren. Es waren etwa 1300 HM, die ich mit eigener Muskelkraft in meinem eigenen Tempo geschafft hatte… wow!! Wie man über sich hinauswächst. Wahnsinn!

Dann ging es ein kurzes Stück flach bis zum nächsten Traileinstieg. Dort haben sich die Mäd wieder prepariert. GoPro, Protektoren und Fotos als Andenken.

Dann wurde uns der etwas steilere Einstieg mehrmals erklärt. Vor mir eine Teilnehmerin, die dann gleich weiter in den Trail ging. Dann ich. Gabel wieder auf, Knopf drücken um den Sattel abzulassen, was nicht wirklich funktioniert hat. Man musste hier mit Muskelkraft nachdrücken. Dann war der Knopf für die Sattelstütze ziemlich blöd montiert und man kam nicht richtig an die Schaltung ran. Musste deshalb noch eine Runde drehen bis ich im richtigen Gang war.

Einmal tief durchatmen, runter und mal schön die Kurve nicht gekriegt. Shit! Naja passiert. Aber war ja auch nicht mein Rad. Aufsitzen und weiter.

Die Spur war wie ein kleiner Bach und die Strecke war wegen des Regens der letzten Tage ziemlich aufgeweicht. Ich rutschte ständig und musste mich mit einem Fuß „auffangen“. Irgendwann konnte ich an einer Stelle etwas besser halten und ich sah die Teilnehmerin vor mir, die gerade am halten war. Ich rief, ob ich unbedingt in der Rinne fahren müsse. Nein natürlich nicht. Auf dem Grünstreifen daneben sei es viel einfacher und sicherer. 🙂

Super. Ging natürlich gleich viel besser. Das letzte Stück war so steil und tief durch den losen aufgewühlten Sand, dass ich lieber runter geschoben habe. Wieder aufsitzen und die letzten Meter fahren. Dafür war ich hier und auf sowas hatte ich Bock.

Unten angekommen unterhielten wir uns über mein Testrad.

Und was soll ich sagen. Es hat mich irgendwie nicht so wirklich überzeugt.

Mein persönliches Fazit, unabhängig von der falschen Größe des Rades:

Die mechanische Sattelstütze funktionierte nicht richtig, sie ging weder richtig runter, noch gleich wieder hoch. Zum runter drücken musste ich meinen Hintern benutzen. Anders herum musste ich absteigen und den Sattel rausziehen und dann war er auch nicht gleich in der richtigen Einstellung. Das Geld kann man sich dann sparen, finde ich.

Die Hebel für die Schaltung und die Sattelstütze müssten anders am Lenker montiert werden, damit man an beide Hebel gut dran kommt.

Was mich am meisten irritiert hatte, es „schaukelte“ ganz extrem und beim bergab fahren kam ich auch irgendwie nicht wirklich damit zurecht. Das lag vllt. auch einfach nur daran, dass ich ein Hardtail gewohnt bin und da nicht mit soviel Federung unterwegs bin.

Das Fully steckt eben alle Schikanen locker durch die Federung weg, wo man mit dem Hardtail mit Technik glänzen muss.

Für mich war da klar, dass ich mit meinem Hardtail ganz zufrieden bin und ich damit in den Trails richtig gut zurecht komme.

Im Bikepark in Beerfelden, in dem ich vor ein paar Wochen mit einem guten Freund war, hab ich dann gemerkt, dass mein Maul oft an seine (und meine) Grenzen stößt.

Irgendwie kam keiner nach und nach einer etwas längeren Wartezeit hörte man eine Teilnehmerin rufen, die sich getraut hatte runter zu fahren, um uns Bescheid zu geben.

Wir erfuhren, dass sich eine Teilnehmerin beim Einstieg in den Trail am Kopf verletzt hatte und die restlichen Teilnehmerinnen sich dann nicht mehr getraut hatten. Nachdem die Campleitung informiert war und alle abgeholt hatte wurden wir 3 dann ins Hotel zurück geschickt.

Walter begleitete uns noch bis zum früheren 1. Treffpunkt, um dann dort auf den Krankenwagen und die Campleitung mit der Verunfallten zu warten.

Hier war also Ende Gelände. Ich gab mein Rad wieder zurück, duschte rasch im Saunabereich und gesellte mich zu meiner Gruppe auf der Terrasse, wo sich alle Teilnehmerinnen des Camps zum gemeinsamen Abschlussessen einfanden.

Nach der Verabschiedung des Veranstalters, verabschiedete ich mich ebenfalls von meiner Gruppe, Michelle und meiner Mitbewohnerin Iris und trat die Heimfahrt an.

Es waren super schöne Tage, mit ganz vielen neuen Bekanntschaften, jede Menge Spaß ohne Zickereien (!) und vielen neuen Erfahrungen.

Natürlich bin ich schon am überlegen, das nächstes Jahr zu wiederholen.

Advertisements

Über meineartzulaufen

You can rest when you´re dead!
Dieser Beitrag wurde unter Ausrüstung, Körpergefühl und so, MTB, Rad, Training veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s