Die TomTom Sportswatch!

Ich durfte die TomTom Sportswatch die letzten 4 Wochen auf Herz und Nieren testen. Meine Eindrücke und Erfahrungen möchte ich natürlich auch mit Euch teilen.

Nun denn fangen wir von vorne an:

Die Uhr traf ein. Meine ersten Eindrücke hatte ich auch gleich in einen Blogpost: Da ist das Ding – Die TomTom Sportwatch trifft ein gepackt.

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Folgende Funktionen habe ich  genutzt:

  • Allgemeiner Gebrauch ohne Nutzung einer einzelnen Funktion mit und ohne Herzfrequenzmesser.
  • Runden (Intervalle)
  • Pulszonen
  • Ziele (Zeit)

Die allgemeine Nutzung

der Uhr ist super einfach und wirklich übersichtlich.

Ausgehend von der Uhranzeige

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drückt man auf der 1-Knopf-Steuerung einmal nach rechts

> Laufen oder Laufband auswählen,

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wird von der Uhr angezeigt, dass man warten solle.

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Es werden hier (von der Uhr ganz selbständig) die notwendigen Satelliten und den Herzfrequenzmesser gesucht. Mit einem Piepsgeräusch, verbunden mit einer kurzen Vibration, wird man darauf aufmerksam gemacht, dass die Uhr startklar ist.

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Noch einmal nach rechts drücken und die Uhr wird gestartet.

Man kann sich auf dem Display 3 Werte anzeigen lassen, die man während des Laufs immer im Blick haben möchte.

Bei der allgemeinen Nutzung war das bei mir:

  • rechts > Tempo
  • links > Distanz
  • unten > Puls

Man hat aber die Möglichkeit dies so zu wählen wie man es möchte oder gerade braucht (Kalorien, Zeit, durchschnittliches Tempo usw.)

Möchte man eine Pause, drückt man einfach nach links. Dann wird die Aufzeichnung gestoppt. Wieder nach rechts gedrückt, wird weiter aufgezeichnet.

Zum Beenden dann 2 Mal nach links drücken und man bekommt wieder die Uhrzeit angezeigt.

Jeder Schritt ist auf dem wirklich großen Display sehr gut nachzuvollziehen, was ich sehr gut finde.

Auch die Zahlen sind nicht zu klein und das Display ist sehr übersichtlich.

Intervalle

Zum Einstellen der Intervallfunktion wird zunächst wieder nach rechts (siehe oben Bild 1+ 2) gedrückt.

Da eine Intervallfunktion nicht zu sehen ist, habe ich hier „Runden“ ausgewählt.

Mein Plan sah vor, dass ich 1.000m  schnell und 800m Trabpausen laufen sollte.

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Da kam dann schon das Erste Problem. Ich hatte an diesem Tag keine Möglichkeit in einem Stadion (wo die Rundenzahl genau und mir bekannt ist) zu laufen. Ich bin deshalb meine Hausstrecke gelaufen. Habe ja ein technisch hochwertiges Teil an meinem Arm, das mir die Distanz anzeigt.

Beim Auswahl der Runden ist dann aber lediglich nur eine Einstellung möglich. Ich musste deshalb anstatt 800m, 1000m traben.

Denn wenn ich mit der Uhr auf Pause gedrückt hätte, hätte ich nicht gewusst wann ich wieder loslegen kann. Das hat mich dann doch etwas geärgert.

Nach jeder Runde wurde ich durch die Vibration aufmerksam gemacht, dass die Runde geschafft ist und mir wurde die gelaufene Pace der Runde auf dem Display angezeigt. Super. Irgendwann habe ich immer nur noch auf die Vibration gewartet. Praktisch.

Danach habe ich meine Daten in mein Sporttagebuch bei Sportics übertragen und musste feststellen, dass nur die Gesamtdistanz auftaucht.

Meine Rundenzeiten erscheinen nirgends.

Hier besteht also Nachbesserungspotential, denn so ist die Uhr für mich für Intervalle nicht nutzbar, wenn man diese am Ende nicht auswerten kann.

Pulszonen:

Hier wieder die selben Schritte wie bei Intervallen, nur das man hier anstatt Runden, Zonen und Puls auswählt.

Meine Zone (Puls), lag beim zügigen DL zw. 165 – 175.

Bei der Uhr sind die Pulszonenen in 5er-Schritten auswählbar. Daneben steht +/- 10.

Ich stelle als 175 ein, da ich mit -10 noch in meiner Trainingszone bin.

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Ich begann meinen Lauf. Anfangs wurde mir von der Uhr mittels Pfeil nach oben mitgeteilt, dass ich schneller laufen sollte, da der Puls noch unterhalb der eingestellten Zone lag.

Mit Erreichen eines Pulses von 165 hat mich die Uhr mittels Pfeil nach unten aufgefordert – moment mal – was denn? Das war doch optimal. Das Ding rappelte dann ständig und ich konnte mir nicht erklären warum. Denn ich war in meiner Zone.

Ok. Hat zwar etwas gestört während des Laufs aber ich verschte das auszublenden und versuchte meinen Lauf zu beenden.

Ob es jetzt ein Andwenderfehler war oder wirklich an der Uhr lag, kann ich jetzt nicht sagen. Einen weiteren Versuch habe ich nicht gestartet.

Ziele (Zeit):

Hier wird bei den Einstellungen die Zeit ausgewählt. Mittels Knopfdruck auf- und abwärts, die gewünschte Zeit ausgewählt.

Ich habe die Funktion beim dezentralen Coopertest, aufgerufen von MyGoal, ausprobiert.

Zeit: 12 Min.           Distanz: 2,4 km (laut Uhr) tatsächlich 1,84 km

2013-10-17 23.17.12

Sobald die 12 Min. gelaufen sind, tut die Uhr was? Genau. Sie vibriert. Wie bei fast allem. 😉 Man gewöhnt sich dran. Kann man natürlich ausschalten. Ich finde das praktisch. Man muss nämlich nicht ständig auf sein Handgelenk schauen.

Was mich stört, dass man die Uhr wirklich überhaupt nicht kalibrieren kann. Die Abweichungen sind schon teilweise heftig.

Den Coopertest bin ich auf einer 400m langen Aschebahn an einem Sportplatz gelaufen. Die App war da genauer, da diese kalibriert wurde.

Pulsgurt:

Zum Test gehörte auch der Brustgurt mit Bluetooth Smart Technologie Sender.

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Hier habe ich keine so schönen Erfahrungen gemacht.

Ich trage sonst einen textilen Brustgurt von Polar, der sehr weich und anschmiegsam ist. Lediglich am Verschluss reibe ich mich oft wund, gerade bei längeren Läufen und im Wettkampf.

Praktisch ist auch, dass man die Textilgurte einfach mit den Sportklamotten in die Waschmaschine geben kann. Mach ich zwar nicht so oft, ich spüle ihn meistens nur unter der Dusche oder von Hand am Waschbecken mit Seife aus. Aber möglich wäre es.

Allgemein trage ich den Brustgurt unter dem Unterbrustbund des Sport-BH, damit der Gurt nicht während des Sports verrutscht. Ist für mich sehr angenehm und ich muss den Gurt selbst nicht zu fest zurren. Es bleibt alles da wo es soll.

Der Brustgurt von TomTom ist im Gegensatz zu meinem privaten Gurt nicht so weich, aber anfangs doch sehr angenehm zum tragen.

Nach dem ersten Lauf hatte ich da wenig Probleme. Aber nachdem die Einheiten länger wurden fing es dann an:

Beim Ablegen des Gurtes musste ich schnittähnliche Male feststellen. Der Gurt hat sich richtig tief in meine Haut eingeschnitten, dass sich sogar eine Kruste gebildet hat.

brustgurt

Um zu schauen, ob es vllt an dem Druck vom BH-Bund liegt, habe ich beim Coopertest den Gurt unterhalb des Brustbandes angelegt und da ist jetzt ne neue offene (Schnitt-)Stelle.

Natürlich war das im Alltag dann nicht mehr so angenehm und ein klares Minus.

Ansonsten wurde der Gurt immer von der Uhr erkannt. Auf dem Display ist die Verbindung mit einem Herz in der unteren linken Ecke neben dem Satellitenempfang zu erkennen.

Auswertung der Daten:

Ich habe bei jeder Einheit parallel meine App auf dem Telefon mitlaufen lassen. Natürlich muss man (trotz Kalibrierung) mit Abweichungen rechnen, aber gerade bei meiner Einheit am 13.10. war die Abweichung m. M. nach doch etwas zu viel: 

                         App                   Uhr                Abweichung

02.10.             2,3 km                3,0 km           700 m

03.10.             6,4 km               6,7 km            300 m

05.10.             4,2 km               4,9 km            700 m

08.10.              5,2 km               5,7 km           500 m

13.10.              12,1 km              13,2 km        1100 m

16.10.               1,84 km            2,45 km        610 m   (Coopertest)

Ich denke hier wird man -egal mit welchem Gerät- nie eine genaue Distanz angezeigt bekommen. Aber beim Coopertest hat sich dann herausgestellt, dass die App doch genauer ist.

Zur Datenübertragung möchte ich noch anmerken, dass sich dies für mich als wirklich schwierig dargestellt hat.

Ich hatte vorher noch keine solche Uhr und ich ging entsprechend davon aus, dass man mit Installation des Connect-Centers sonst nichts weiter tun muss, als die Uhr anzuschließen und die Daten automatisch in die entsprechenden Trainingsportale übertragen werden.

Mit MapMyFitness mag das wohl funktionieren, aber die von mir genutzte Plattform http://www.sportics.net leider nicht.

Zu dieser Problematik hatte ich auch schon bereits kurz im Blogpost Erster Lauf mit der neuen Technik geschrieben

Hier würde ich mir ebenfalls wünschen, dass dies einfacher funktioniert.

2013-10-05 17.30.52

Die Funktion „Laufband“ habe ich nicht getestet, weil das Wetter viel zu gut war und ich deshalb viel lieber draußen gelaufen bin.

Der Härtetest/Mein Ziel:

Mein Ziel war es, mich mit der TomTom Sportswatch auf den Toughrun in Bexbach vorzubereiten. Mein Blogpost hierzu findet hier.

2013-10-08 18.11.20

Es handelt sich dabei um einen CrossCountry Hindernislauf durch Wasser- und Matschlöcher, Hangelhindernisse, Hügel, Strohwände und alles was man sich so vorstellen kann.

Hier einige Fakten:

  • Länge: 4,2km x 3
  • Maximale Steigung: 10,9%
  • Maximales Gefälle: 11,8%
  • Durchschnittliche Steigung: 4%
  • Höchster Punkt: 323m
  • Tiefster Punkt: 264m

Am 19.10. war es soweit.

2013-10-11 18.09.04

Und die Sportswatch durfte mit.  Wasser und Schlamm hat dem Display nicht sehr viel ausgemacht. Das Problem war der Matsch und der Sand.  Irgendwann konnte ich den Knopf nicht mehr nach oben drücken, weil zuviel Sand im „Getriebe“ war.

Hier kommt der Uhr zugute, dass sie wasserfest ist.  Einmal unter fließend Wasser abgewaschen und gereinigt war die 1-Knopf-Steuerung wieder voll einsatzfähig.

Den Brustgurt habe ich hier nicht getragen, weil die offenen Stellen noch mehr gescheuert hätten und noch mehr offene Stellen wollte ich nicht.

Während des Laufs kam ich wohl in an einen Knopf und die Uhr pausierte.  Da fehlte mir dann eine Tastensperre, die ich an der Polar habe.  Ansonsten hat sie diesen Härtetest allemal bestanden.

Und mein sportliches Ziel laufend das Ziel der Veranstaltung zu erreichen, habe ich auch erreicht.

Fazit:

Besonders schön finde ich die Menüübersicht in der Uhr selbst. Man findet alles einfach und schnell mit der 1-Knopf-Steuerung. Da hat man sich wirklich gedanken gemacht.

Ebenso schön das große übersichtliche Display und die Aufteilung. Trotz des Displays ist die Uhr nicht globig.

Negativ finde ich,

  • die nicht individuell einstellbaren Rundenzeiten, die man ganz sicher fürs Intervalltraining benötigt.
  • die sehr ungenaue Distanzenanzeige.
  • die fehlenden Angaben der Rundenzeiten bei der Übertragung in mein Sporttagebuch bei sportics.
  • dass man die Uhr nicht kalibrieren kann.
  • den einschneidenden Brustgurt.
  • die fehlende Tastensperre.
  • dass keine Gebrauchsanweisung mitgeliefert wird.
  • dass das Handbuch nicht viel hergibt.
  • dass das Forum von TomTom auch nicht sehr hilfreich war.

Die Pulszonen habe ich nicht bewertet, weil ich nicht sicher bin, ob es ein Andwenderfehler war.

Das Produkt ist meiner Meinung nach noch nicht ganz ausgereift und bedarf noch etlicher Verbesserungen.

Es hat trotzdem Spaß gemacht mit der Uhr zu trainieren und mir ein Bild zu machen und weiß jetzt eher auf was es für mich persönlich ankommt und welche Erwartungen ein solches Produkt für mich persönlich erfüllen muss.

Vielen Dank an http://www.empfehlerin.de, dass ich für den Test ausgewählt wurde. Es hat wirklich Spaß gemacht.

2013-10-05 17.30.57

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Über meineartzulaufen

You can rest when you´re dead!
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7 Antworten zu Die TomTom Sportswatch!

  1. Eddy schreibt:

    Danke für Deinen Bericht. Die Erfahrungen decken sich mit meinen eigenen: erst heute hat mir der Brustgurt nach einem Training über 2 Stunden richtig „schöne“ wunde Stellen beschert. Und zwischendurch muss ich wohl versehentlich mal an den Knopf gekommen sein (hab die Uhr unter der Jacke getragen), so dass mir ein großer Teil der Trainingseinheit fehlt. Gut, dass ich während meiner Testphase zusätzlich meinen geliebten Forerunner 305 am anderen Arm trage,

    Der Forerunner kann das, was ich vom Hersteller von Top- Navigationsgeräten eigentlich auch erwartet hätte: navigieren! 😉

  2. Din schreibt:

    Leider muss ich mich euch beiden anschließen. Ich habe zwar die Multisport aber das ändert nichts an dem Brustgurt. Ich habe ihn bis heute nur ein Mal getragen.

    Das mit der Tastensperre habe ich mir auch schon das ein oder andere Mal gewünscht. Früher oder später habe ich es aber mitbekommen und so war es meist nur halb so schlimm.

    Ansonsten finde ich die Ein-Tastensteuerung wirklich sehr gut, wobei ich meinen Touchscreen des 610 Forerunners über alles Liebe. Die Menüführung der TomTom ist aber so einfach, dass ich auch gut mit der einen Tasten zurecht komme.

    • meineartzulaufen schreibt:

      Hallo Din,
      danke für Deinen Kommentar. Die Menüführung hat mir auch richtig gut gefallen. Das mit dem Brustgurt ist wirklich nicht schön und ein Problem, wenn man über keine Alternative verfügt.
      Gibt es für den Forerunner denn eine Tastensperre?

  3. Manu schreibt:

    Dein Bericht erinnert mich daran, dass ich auch endlich einmal meinen Bericht hierzu schreiben muss. Gut finde ich jedenfalls die 1-Tastensteuerung. Weniger gut hingegen dass es doch recht lange dauert bis das GPS-Signal gefunden wird.

    • Jasmin schreibt:

      Über Deinen Bericht bin ich gespannt. Die Tastensteuerung fand ich auch gut und einfach zu bedienen. Da ich noch keine Erfahrungen mit GPS-Uhren habe, kann ich die Zeit zum Suchen eines GPS-Signals, nicht beurteilen.

  4. Pingback: Die Höhen und Tiefen eines Jahres! | meineartzulaufen

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