TUI Marathon Palma de Mallorca – 3 Sekunden die entscheiden!

Habe jetzt doch sehr lange überlegt und mich doch dafür entschieden, über diesen Lauf und die Tage auf Mallorca zu berichten.

Samstags nach dem Toughrun ging es für Carmen und mich weiter: Nächste Haltestelle Frankfurt Flughafen. David fuhr uns und lud uns direkt am Terminal ab. Da wir nur Handgepäck dabei hatten, konnten wir direkt durch den Sicherheitsbereich zum Gate.

Carmen hatte einen Startplatz für den Marathon in Palma de Mallorca gewonnen und ich sagte spontan zu mitzukommen, als sie mich fragte, ob ich nicht Lust hätte sie zu begleiten.

Ich meldete mich deshalb für den 10km-Lauf an. Ich hatte zwar Bedenken wegen des Toughrun am Vortag, aber ich nahm mir vor regenerativ und mit Spaß mitzulaufen. Wenn man schon mal da ist. 🙂

Die Wettervorhersage versprach ein sommerliches Klima mit 27 Grad. Zwar sollte es bei uns zu Hause auch nicht gerade kalt werden, aber mit Regen dann doch keine so schöne Aussicht.

Wir freuten uns rießig auf den Kurztrip in die Sonne.</
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Vom Flughafen PMI fuhren wir mit dem Bus nach Palma. Unser Hotel lag im Hafenviertel, ca. 4 km vom Stadtkern entfernt. Wir waren erledigt und wollten einfach nur noch den Tag ruhig ausklingen lassen. Dass der Tag nicht so ruhig endet, konnten wir da noch nicht ahnen. 🙂

Von der Bushaltestelle aus mussten wir dann noch einen kleinen Anstieg bewältigen, bis wir das engültige Ziel für diesen Abend erreicht hatten.

Im Hotel eingecheckt bezogen wir unser 1. von insgesamt drei Zimmer.

Ja richtig insgesamt haben wir 3 Zimmer in diesem Hotel kennengelernt und wir waren nur 2 Nächste dort. 😉

Wir hatten so unsere Probleme in diesem Hotel. Das hatten wir noch nie, wenn wir zusammen unterwegs waren (und das waren wir schon ziemlich oft). 🙂

Kurzfassung:

1. Zimmer Terrassentür defekt. Man konnte sie nicht öffnen.

2. Zimmer Ungeziefer

3. Zimmer: Ein Traum im 8. Stock.

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In der 1. Nacht zogen wir von Zimmer 1. in Zimmer 2. Wegen des Ungeziefers dann in derselben Nacht wieder in Zimmer 1.

Am nächsten Morgen bevor es zum Frühstück ging, machten wir darauf aufmerksam und man bot uns ein Superior Doppelzimmer an. Das Gepäck sollten wir dann im Gepäckraum deponieren, bis wir wieder zurück kämen.

In der Hotellobby standen weitere Läufer, die bereits Taxen geordert hatten. Hier durften wir mitfahren.

Am Parc de La Mar angekommen erst mal einen Überblick verschaffen. Auf der Suche nach der Startnummernausgabe trafen wir zufällig Manu (@laufwelt), André (@_GoAndre), Heiko (@heiger1970) und Annette (Frauchen von @Iwan_bloggt).

Nachdem wir die Startnummern abgeholt hatten, gab es noch einen kurzen Plausch mit unseren Twitterfreunden.

Der Startbeutel musste auch noch abgegeben werden, bevor es dann in den Startblock ging. Ich reihte mich ganz hinten ein. Bin es ja gewohnt das mich ein Besenwagen oder der Schlussradler begleitet. Ich will ja niemanden behindern. 🙂

Im Startblock wurde ich dann doch etwas nervös.

Meine Beine fühlten sich gut an, Muskelkater hatte ich keinen. Hat wohl doch geholfen, dass ich nach dem Toughrun meine Thrombosestrümpfe für den Flug angezogen hatte.

Es war schon warm, hoffentlich nicht zu warm. Das sind ja überhaupt nicht meine Temperaturen. Die Strecke soll hügelig sein. Höhenprofile lesen ist nicht meine Stärke und verunsichert mich immer aufs Neue. Hoffentlich ist es nicht zu steil.

Höhenprofil des TUI Marathon Palma de Mallorca - die 10 km-Strecke verläuft von 10-20 km

Höhenprofil des TUI Marathon Palma de Mallorca – die 10 km-Strecke verläuft von 10-20 km

Ich hatte mich durch meinen Trainingsplan gut auf den Toughrun vorbereitet. War es jetzt wirklich so gut, tags drauf bei einem weiteren WK zu starten?

Ach scheiß drauf, ich lauf gemütlich. Musik an und warten bis sich die Menge bewegt.

Die ersten 2 km waren eng und es ging nur schleppend voran. Ab km 3 zog sich das Läuferfeld dann mehr auseinander und man hatte mehr Platz um sich herum.

Ich fühlte mich noch immer gut, die gefürchteten Hügel nahm ich gar nicht wahr.

Nur die Temperaturen waren wirklich überhaupt nicht mein Fall. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ich auslaufe. Bei der ersten Verpflegungsstation schnappte ich mir eine Flasche Wasser und kippte mir etwas in den Nacken. So schwitzte ich zuletzt beim Run & Fun Gletschermarathon im Pitztal. Abartig.

Eine weitere Flasche nahm ich mit.

Es war eine tolle Strecke durch die Altstadt. Ich musste mich nicht auf mich konzentrieren und konnte die Umgebung in vollen zügen genießen und konnte die Eindrücke aufsaugen.

Die Beschilderung zeigte die Distanz für die Marathon- und Halbmarathonstrecke an, so dass ich nur anhand meiner Pulsuhr ungefähr schätzen musste, wie weit ich bereits unterwegs war.

2 x läuft man aus der Stadt mit Blick auf das Meer. Herrlich!

Beim 2. Mal die Straße runter, um in den Start- und Zielbereich zu gelangen.  Ich war etwas irrtiert, war es wirklich schon vorbei?

Laut meiner Uhr hatte ich noch Zeit. Ich bin doch gemütlich gelaufen. Schade eigentlich.

Ein Schild zeigte an 200m noch bis zum Ziel. Ein schlenker in die Zielgerade, Schlusssprint. Yeah!

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Nach dem Zieleinlauf bekam man seine Medaille.

Die Zielverpflegung war toll. Cola, Wasser, Erdinger alkoholfrei, Kekse, Bananen, Äpfel und und und.

Es war noch reichlich da, aber der große Schwung an Läufer war ja auch noch nicht wieder zurück.

Auf dem Weg zur Beutelabgabe traf ich Manuela, André und Heiko. Sie hatten ihre Beutel schon und die Schlange war nicht kurz. Aber ich hatte ja Zeit. Carmen war noch eine Zeit lang unterwegs.

Bei der Beutelausgabe hatte ich noch eine kurze Handgreiflichkeit mit einer spanischen Furie.

Es gab mehrere Beutelausgaben, die nach den Startnummern sortiert waren. Da ich so klein bin und meine Augen auch nicht die Besten sind, bin ich deshalb an der Schlange vorbei, um zu schauen, an welche Schlange ich mich anstellen musste. Das passte wohl einer Läuferin nicht und sprach mich an. Da ich kein spanisch verstehe zuckte ich nur mit den Achseln. Dann kamen unverständliche Worte auf englisch. Da ich immer noch nicht wusste wo ich hin musste, meinte diese Frau sie müsste mich am Arm von der Schlange weg zerren. Sie ging wohl davon aus, dass ich mich vordrängeln wollte – was ja nicht der Fall war. Aber gut. Ich versuchte ruhig zu bleiben, zeigte ihr den Vogel und stellte mich in die für mich richtige Reihe an.

Ich schlenderte dann noch etwas über die Marathonmesse und schaute nach, ob meine Zielzeit vllt. schon bekannt gegeben wurde. Leider nicht. Schade. 😦

Ich setzte mich dann auf den Grünstreifen 500m vorm Ziel und feuerte die Läufer an und wartete auf Carmen.

Es war toll ich hätte dort ewig sitzen können. 🙂

Nachdem Carmen meine Position passiert hatte, ging ich zurück in den Zielbereich, um sie dort zu erwarten. Gemeinsam ging es nochmals zur Zielverpflegung. Auf dem Weg dorthin trafen wir noch Sascha (@saschareetz), der ebenfalls die HM-Distanz finishte. Er musste dann leider auch gleich weiter.

Nachdem sich Carmen mit genug Verpflegung eingedeckt hatte, suchten wir uns einen ruhigen Platz in der Sonne im Gras. Füllten unsere Wasserspeicher auf und genoßen die Sonnenstrahlen.

Leider war bis dahin die Zielzeit immer noch nicht bekannt. Weil wir kein Taxi finden konnten, ging es zunächst zu Fuß in Richtung Hotel. Unterwegs konnten wir dann doch ein Taxi erwischen, das uns vorm Hotel absetzte.

Wegen der Zimmerprobleme wurden wir vom Hotel auf ein Mittagessen am Buffet und einen Coktail an der Hotelbar eingeladen. Das kam wie gerufen, mussten wir uns da wenigstens nicht mehr drum kümmern. Danach ging es dann an den Pool.

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Erst dort konnten wir in Ruhe unsere Zielzeiten recherchieren.

Ich war mir erst nicht sicher und musste meine Zeiten im Blog vergleichen, aber es war amtlich.

ICH BIN BESTZEIT GELAUFEN!

Juhu!! Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd!

01:11:44 Min.

Meine „alte“ Zeit aus 2011 habe ich an diesem Tag um 3 Sekunden verbessert. Geilo!

Da hab ich mir den Coktail am Abend mehr als verdient.

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Über meineartzulaufen

You can rest when you´re dead!
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5 Antworten zu TUI Marathon Palma de Mallorca – 3 Sekunden die entscheiden!

  1. Manu schreibt:

    Super, herzlichen Glückwunsch zur neuen PB! War auch toll, dass wir uns auf Mallorca getroffen hatten 🙂 Weniger cool war jedoch die Sache mit Eurem Hotel 😦 Und über die spanische Furie musste ich schmunzeln 🙂

    • Jasmin schreibt:

      Danke schön! Ja das hat mich auch gefreut. Ist ja auch immer schön, wenn man zu den Tweets ein Gesicht vor Augen hat. 😉
      Die Sache mit dem Hotel haben wir nach dem ersten Schreck mit den Insekten mit Humor genommen. Wir können von Glück sagen, dass wir den Rückflug nicht verpasst haben (war nämlich knapp). 😉
      Und die Furie, die werd ich woh nie vergessen. Da hab ich das südländische Temperament mal live kennengelernt. Fands nur unangepasst, dass die meinte mich rumzerren zu müssen. Aber jetzt kann ich darüber auch lachen. 😀

  2. Markus schreibt:

    Glückwunsch zur PB!

    Ist bestimmt toll im deutschen kalten Herbst im Sonnigen Süden zu laufen!

    • meineartzulaufen schreibt:

      Hallo! Vielen Dank! Ja es war schon toll vom Wetter her. Zum Laufen eigentlich schon zu warm. Ich bevorzuge die Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Aber ich bin froh, dass ich mich dazu entschlossen habe zu starten. 🙂

  3. Pingback: Die Höhen und Tiefen eines Jahres! | meineartzulaufen

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