261 Women´s Marathon

Lääääääääääääängst überfällig, ist dieser Beitrag. Aber besser spät als nie. 🙂

Samstag 29.03.2014, 0:25 Uhr klingelte es an meiner Tür. Carmen holte mich ab. Yeah! Urlaub!! Lange drauf gewartet und nun war der Tag endlich da, wo es ab in vermeintlich wärmere Gefilde gehen sollte.

Freitag Abend habe ich mich schon bei einem Dieter-Thomas-Kuhn-Konzert auf die kommenden Tage am Ballermann eingestimmt. \o/ 😀 Sehr geil!  Wollte vorher noch Ruhen, jedoch war daran nicht zu denken.

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Und nun Auto beladen und ab nach Köln/Bonn zum Flughafen. 4:45 Uhr war Boarding und im Flugzeug konnte ich noch eine gute Stunde dösen.

Nachdem wir mit anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Mietwagen vom Flughafen los kamen, ging es zunächst an das gebuchte Hotel. Wir konnten auch zu unserer Verwunderung sofort einchecken und unser Zimmer beziehen. Wir frühstückten noch und dann ging es nach Palma, um die Startunterlagen abzuholen.

Am Parc de la Mar war aber von einer Startnummernausgabe nichts zu sehen. Jedoch waren die Aufbauarbeiten fortgeschritten. Hier war also das Ziel. wpid-20140330_082756.jpg

In der letzten E-Mail des Veranstalters waren keine Informationen enthalten, die eigentlich versprochen wurde. Wir konnten uns beide nicht erinnern, noch irgendetwas bekommen zu haben.

Auch auf Nachfrage konnte man uns erst nicht weiter helfen. Bis wir erfahren konnten, dass die Startnummernausgabe im Kaufhaus El Corte Inglés zu finden ist. Man empfohl uns zu fahren, da es schon ein Stück weit weg wäre.

Ich erinnerte mich jedoch an das Kaufhaus und wusste das es dort mit dem Parken nicht so optimal war und wir waren ja gut zu Fuß. So weit war es auch nicht entfernt, so dass wir dorthin gelaufen sind.

Ins oberste Stockwerk mussten wir. Und auf einmal wurde es pink. Sehr pink und die Startnummernausgabe war nicht zu übersehen.

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Um noch kurz das W-Lan des Kaufhauses zu nutzen setzten wir uns noch auf die dortige Gartenmöbelausstellung und ließen das viele Pink auf uns wirken. 🙂

Die Startnummernausgabe ging flott und die wenigen Informationen erhielten wir in englischer Sprache.

Eine große Jutetasche mit der Startnummer und dem Chip erhielten wir. Und weil wir uns so früh angemeldet hatten, gab es noch ein schönes Armband.

Schnell noch die Informationen auf dem Chip überprüfen, wurden wir wieder entlassen, mit dem Hinweis, dass unsere Namen auf der großen Tafel aufgedruckt sind.

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Mittlerweile war es schon nach Mittag und um 14 Uhr sollte die Pasta Party im Hardrock Cafe stattfinden.

Ich hatte diese Informationen zufällig in Facebook gesehen und Carmen hatte uns dazu sofort angemeldet.

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Dort angekommen erhielten wir die Informationen, dass es sich um ein 3-Gänge-Menü inkl. einem Getränk für den Preis von 15,00 € handelt. Ein Salat als Vorspeise, Nudeln mit Sosse (es gab 3 Sossen zur Auswahl) und zum Nachtisch ein Obstsalat.

Wir bekamen einen Tisch und suchten uns die entsprechenden Sossen zu den Nudeln aus und mussten also nur noch warten bis es serviert wurde.

Zwischen Hauptgang und Nachtisch kam Kathrine Switzer an unserem Tisch vorbei und begrüßte uns herzlich. Was für eine erstaunliche Frau. Da kann man wirklich nur staunen.

Dann begann wohl eine Versteigerung. Jedenfalls war das unsere Vermutung, denn wir verstehen kein spanisch. Nur die Rede von Kathrine Switzer konnten wir verstehen, da sie in englischer Sprache gehalten wurde. Schade, dass wir sonst nichts verstanden haben, sonst hätten wir vielleicht sogar mitgesteigert. So schauten wir uns das kurz an, bevor wir die Lokalität dann verließen.

Am Morgen des 30.03.2014 09:00 Uhr war Start. Gut gefrühstückt und gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Palma. Ich war klamottentechnisch nicht sonderlich gut vorbereitet, obwohl ich wusste, dass es regnen sollte.

Aber noch mehr Klamotten gingen einfach nicht in meinen Koffer. Carmen hat mir freundlicherweise ihre Weste für den Lauf geliehen. So entschied ich mich für die Capri (da es für die kurzen Laufhosen einfach zu kalt war) und oben rum gab es ein Tanktop darauf die Weste von Carmen und Armwärmer, die ich -falls es doch noch wärmer werden sollte- runterziehen konnte.wpid-20140330_082813.jpg

Um 09:00 Uhr war Start. Um 8:30 Uhr mussten wir uns durchfragen, ob die beiden Läufe (10 km & Marathon) gemeinsam starteten. Leider ist englisch in Spanien nicht so weit verbreitet. Doch jemand von der Orga war dann zufällig an uns vorbei gelaufen.

Wir reihten uns in den letzten Startblock C. Dieses Armband wurde mir bei der Startnummernausgabe gegeben. Es orientierte sich an der angegebenen Zielzeit, die ich mit länger als 65 Min. angab. Ich hatte mit einer Zielzeit von 1:10:xx/1:11:xx geliebäugelt, da ich dort im Oktober bereits Bestzeit gelaufen bin und ich die letzten Wochen läuferisch doch einiges gemacht habe. Meine Trainingszeiten waren teilweise für mich sehr verblüffend und die Krafteinheiten taten dabei ihr übriges. Meine Beine sind kräftiger geworden.

Der Startschuss fiel undmeine Playlist erzeugte gute Laune – eigentlich ist Frühsport ja so gar nicht mein Ding. 😉

An der Promenade entlang ging es zunächst Richtung Arenal durch die Stadt wo es viel zu sehen gab (kleine Geschäfte usw.) Noch vor der Halbzeit ging es zurück Richtung Palma vorbei an der Promenade – eine wirklich schöne Strecke. Ab km 2 etwa konnte ich keine Beschilderung mehr wahrnehmen und es fing an zu regnen.

Ich hatte mich an 2 Läuferinnen vor mir orientiert, bei denen ich eigentlich bleiben wollte. Doch nach kurzer Zeit wurden die mir echt zu langsam (Man glaubt es kaum). Ein Blick auf die Uhr sagte 7:00 Min./km. Ne da musste ich überholen. Das war neu für mich.

Habe ab da versucht immer zwischen 6:40 – 6:50Min./km zu bleiben. Habe mich auch sehr wohl gefühlt. Ich wusste ich kann das hier in dieser Geschwindigkeit so durchziehen.

Zwischendurch merkte ich, dass mein rechter Oberschenkel etwas zwickte. Ich hatte das bei der letzten Trainingseinheit vor dem Lauf bereits verspürt. Da war ich etwas länger als sonst unterwegs, hoffte aber, dass der Oberschenkel bis ins Ziel hält. Es fühlte sich noch gut an. Ich war optimistisch.

Schon allein die Bedingungen waren mehr als optimal für mich. Ich mag das. Nicht zu warm und nicht zu kalt und der Regen war okay. Ich habe auch an der Verpflegungsstelle mir nur eine Wasserflasche geschnappt und nicht angehalten. Es lief erstaunerlichweise richtig gut.

Etwa 500 m vorm Ziel tippte mir jemand auf die Schulter. Carmen hatte sich zu mir gesellt. Sie musste austreten, weshalb sie hinter mir war.

Sie teilte mir mit, dass ich ja schon gleich im Ziel wäre. Hä, was? Kann ja gar nicht sein. Wir sind doch noch gar nicht so lange unterwegs…. aber sie hatte Recht.

Sie drückte mir ihre Regenjacke in die Hand – da es mittlerweile aufgehört hatte zu regenen – und verabschiedete mich ins Ziel, mit: Jasmin das wird Bestzeit! 🙂

Ich klopfte ihr nochmal auf die Schulter und verabschiedete sie auf die letzten 32,xx km.

Eigentlich hatte ich Carmen schon vorher gesagt, dass ich wegen meines Oberschenkels wohl keinen Schlusssprint laufen wollte, aber das ging irgendwie nicht. Ich musste einfach die letzten Meter nochmal Gas geben. Der Oberschenkel hielt. 😉

Im Ziel funktionierte die Zieluhr nicht, so dass ich mich bis dahin nur an meiner eigene gestoppten Zeit orientieren konnte.

Es war etwas chaotisch. Es standen wirklich viele Menschen im Zielbereich. Rechts wurde mir eine Blume in die Hand gedrückt, links erhielt ich ein Samtsäckchen. Und sonst wurde man von irgendwelchen wichtigen Sportlern umarmt. Ich war etwas überfordert.

Wollte einfach nur aus dieser Menge raus. Ging nicht, weil man gleich wieder angehalten wurde, weil man den Zeitnahmechip gleich einsammelte.

Okay, geschafft, erst mal was trinken, ne Banane und dann wars da auch schon mit Zielverpflegung. Am Ende des Zielbereichs erhielt man auch noch eine Zieltüte.

Beim Physiozelt stand man Schlange, so dass ich da erst gar nicht hin bin.

Da merkte man wie klein diese Veranstaltung eigentlich wirklich war. Schon ein Unterschied zu der richtig großen Veranstaltung von TUI im letzten Oktober.wpid-20140330_101959.jpg

Ich ging erst mal zum Auto, um mich in meiner nassen Klamotten zu entledigen und mich in warme lange Sachen zu schmeißen. Auf dem Weg dahin habe ich dann erstmals die Zeit auf meiner Uhr checken können.

WTF! 01:07:25. Ich freute mich riesig! Aber das war ja noch gar nicht die offizielle Zeit, vielleicht kamen da noch ein paar Minuten dazu.

Nach dem Umziehen ging es wieder an die Strecke, wo ich Carmen zwischendurch anfeuern wollte. Sie hatte ja noch ein bisschen was vor sich.

Ich lief von der Kathedrale am Yachthafen entlang, wo ich sie das erste Mal antraf. Ich sollte ihre Gelverpflegung aus dem Auto holen. Die nächsten Male ging ich bis etwa 500 Meter nach dem Hardrock Cafe an eine Verkehrsinsel und wartete dort, da dort ein trockenes Plätzchen zu finden war, wo ich mich auch hinsetzen konnte.

Mit Cola und Gels im Gepäck empfing ich sie dort 2 x und am Wendepunkt an der Kathedrale. Bis sie nach etwas mehr als 5 Stunden ebenfalls die Ziellinie passierte.

Eine Zielzeitliste konnte man nirgends finden. Auch Urkunden gab es keine.

In dem Samtsäckchen war eine Kette, auf die eine mallorquinischen Perle aufgefädelt ist und am Ende ist ein Anhänger befestigt, als Medaillienersatz. Fand ich persönlich eine schöne Idee.

Erst einen Tag später konnte ich die Zielzeiten checken und musste feststellen, dass ich punktgenau dieselbe Zeit auch mit meiner Uhr gestoppt hatte.

Juhu!!! Neue persönliche Bestzeit:

01:07:25 Min.

Yeah!

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Schon das 2. Mal, dass ich von Palma mit einer neuen Bestzeit zurück nach Hause komme.

Obwohl die Veranstaltung teilweise wirklich etwas chaotisch und die Planung verbessert werden kann, kann ich diese nur empfehlen. Die Strecke und das Flair um Kathrine Switzer machte diese Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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Über meineartzulaufen

You can rest when you´re dead!
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2 Antworten zu 261 Women´s Marathon

  1. Manu schreibt:

    Glückwunsch zur neuen Bestzeit! Ansonsten war es wohl ein wenig chaotisch … Wird dieser Lauf nächstes Jahr wieder stattfinden?

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