Team-Staffel beim St. Wendel Marathon

Wie schon in meinem letzten Blogpost geschrieben bin ich für eine Freundin in der Marathon-Staffel als Schlussläuferin eingesprungen.
Es waren 10,5 km für mich zu laufen.

Morgens um 7 Uhr holte mich die Truppe ab. Eigentlich ja überhaupt nicht meine Zeit, vor allem nicht sonntags. 😉
Aber gut da musste ich dann durch. Der Start der Marathonis und Staffeln war um 9 Uhr und wir mussten ja auch noch die Startunterlagen abholen.

Insgesamt waren wir eine Gruppe mit 9 Läufern. Neu für mich. Sogar beim Gourmetmarathon in Saarbrücken waren wir „nur“ mit 5 Läufern angereist.

Ein Teil der Gruppe hatte ich ja bereis mittwochs vorher bei einem Abendlauf kennenlernen dürfen.
Die restlichen Personen waren aber alle ebenfalls auf Anhieb sympathisch und die Stimmung war gut.

wpid-img-20140428-wa0005.jpg

An dieser Stelle ist mir auch aufgefallen, dass ich bisher mit jeglichen Bekanntschaften, die ich über den Sport gemacht habe, (noch) keine negativen Erfahrungen gemacht habe. Sportler sind wohl alle so ein bisschen „Bluna“ – wie ich. ;-D

Die Streckenabschnitte wurden besprochen und sonst wurde sehr viel gesprochen und gewiztelt. Man bemerkte dennoch eine gewisse Nervosität in der Luft. Ich erfuhr, dass es für 3 der mit angereisten Männer ihr erster Halbmarathon war. Da wäre ich wohl auch Nervös gewesen. 😉

Nachdem mir vorab gesagt wurde, dass die Pace der Damenstaffel etwas gediegener war, hat mich der für die Mädels lockere Lauf mittwochs vorher (für mich eher eine Tempoeinheit) doch gewundert.

Ich wusste von Carmen, die den HM bereits vor 2 Jahren gelaufen war (und ich da als Zuschauer mit dabei war), dass es keine schöne und einfache Strecke war.

Das hat mich dann doch etwas nervös gemacht, weil ich dann doch die Langsamste war und ich mir dadurch auch selbst etwas Druck gemacht habe.

Aber gut mein Start sollte irgendwann zwischen 12 und 13 Uhr sein, so dass ich mich versucht habe nicht ganz verrückt zu machen. Hat man wohl auch gemerkt, dass ich teilweise etwas ruhig war. 😉

wpid-20140427_145501.jpg

Um 9 Uhr schickten wir Michaela -nach einem vorherigen Gruppenknuddeln- mit den anderen Marathonis auf die Strecke. Als zweite Läuferin folgte Christine, die dann von Carmen abgelöst wurde. Alle wurden in der Wechselzone herzlich in Empfang genommen/auf die Strecke geschickt.
So jetzt kam meine Zeit:

Ich wurde immer nervöser. Meine Hände zitterten – das hatte ich wirklich schon lange nicht mehr. Die Zeit bis ich Carmen auf die Wechselzone zulaufen sah zog sich irgendwie wie Kaugummi. So nun war es soweit. Ich nahm den Chip steckte ihn in meine Westentasche, Musik auf die Ohren und ab dafür.
Ich wollte langsam starten, meinen Rhythmus finden und diesen dann beibehalten. War irgendwie nicht drin.

Bei km 4 der erste Blick auf die Uhr mit negativen Gedanken und das noch nicht mal bei der Hälfte der Strecke. o.O

Oh je, wenn das jetzt schon anfängt, wie wird das dann erst zum Schluss hin. Da man auf eine Kehrtwende zulief, traf ich immer wieder bekannte Gesichter, denen ich auch freundlich zuwinkte. Meine Unlust musste, ja nicht unbedingt jeder mitbekommen. 😉

Zur zweiten Kehrtwende hin zog sich die Strecke wie Kaugummi. Gefühlt jede Minute schaute ich auf die Uhr. Da muss es doch jetzt bald wieder zurück gehen und genau diese Gedanken verfolgten mich dann auch beim Rückweg: da muss doch jetzt demnächst mal endlich das Ziel kommen. Ich wollte wirklich nur noch „heim“ und ich merkte auch, dass ich ordentlich an Tempo zulegte, je länger ich lief.

Die Verpflegungsstationen nahm ich jeweils nur auf dem Rückweg mit. An der zweiten blieb ich sogar einmal kurz stehen. Half ja nix es war noch nicht zu Ende.

Ich lief wirklich am Limit – mehr ging nicht – dachte ich jedenfalls. Und Spaß machte es natürlich auch nicht. Da war sie nun also diese Situation, die ich eigentlich immer vermeiden wollte.

Ich hatte mir so sehr Druck gemacht, dass sich der Spaß an der Sache gänzlich in Vergessenheit geraten ist.

Am Bahnhof – der Abzweigung zum Ziel – wollten die Mädels warten und mit mir gemeinsam die Ziellinie überqueren.

Glaubt mir keiner wie froh ich war, die Mädels endlich zu sehen. Auf einmal konnte ich auch wieder lachen. 🙂

Pommesgabel hoch und nochmal Tempo zugelegt. Letzte Reserven mobil machen und mich mitteilen, dass ich wirklich keinen Bock mehr habe und endlich ins Ziel will.

wpid-img-20140427-wa0001.jpg

Handgestoppte Zeit

Offiziell absolvierte ich die 10,5 km in einer Zeit von 01:09:32,2.

wpid-img-20140427-wa0008.jpg

Meine Form ist also doch schon besser geworden, wenn man bedenkt, dass ich die letzten Jahre sonst nie unter die 70 Minuten-Marke bei einem 10-km-Lauf gekommen war. Und meine Knie mucken auch nicht, obwohl ich das Krafttraining in letzter Zeit wirklich sehr habe schleifen lassen.

Fazit: Eine Veranstaltung, bei der ich nicht unbedingt wieder dabei sein muss. Die Streckenabschnitte ziehen sich m. M. zu sehr in die Länge und wenig Leute, von denen man angefeuert wird.

Für mich habe ich wieder festgestellt, dass mir der Spaß wichtiger ist, als irgendwelche Zeiten oder Platzierungen. Ich freue mich auch so über jegliche Verbesserungen. Dieses Laufen am Limit muss ich nicht haben. Lieber locker und mit Spaß in der Birne. 🙂

Trotz der nicht so schönen Veranstaltung, hat das außenrum mit der angereisten Truppe einen rießen Spaß gemacht und hat entschädigt. Danke schön fürs mitnehmen. 🙂  In Zukunft gerne wieder.

Als nächstes werde ich am 10.05.2014 beim Strongmanrun starten. Wer möchte kann mich beim Tracker auf Facebook verfolgen. Ich freu mich schon auf den Sprung in den Matsch. 😀

So on Eure Jasi

Advertisements

Über meineartzulaufen

You can rest when you´re dead!
Dieser Beitrag wurde unter Lauftreff, Training, Wettkämpfe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s