Strongmanrun Ferropolis

Wie bereits im letzten Post angekündigt ging ich am 30.08.2014 mit Carmen und Marina an den Start.

Freitag morgens 6:30 Uhr wurde der Kombi meiner Eltern beladen und ab gings Richtung Osten nach Dessau.  Wir kamen gut durch und kamen nach Mittag auf dem Zeltplatz in Gräfenhainichen an. Ausgeladen, Zelt aufgebaut und schon ging es weiter nach Berlin zu Les Mills, die am Alexanderplatz die Premiere von immersive Fitness vorgestellt haben.
Es war super schön und ein richtig geiles Erlebnis.
Nach 1,5 Std.  in einer anderen Welt ging es zurück nach Gräfenhainichen ins Zelt.  Essen und kurz zusammen sitzen bevor es ins Bett ging.

Samstag.  „Wettkampftag“.
Er startete ganz anders als alle meine anderen Wettkampftage.
Mit Dosenbier, Wraps mit Käse und Schinken und Steak vom Grill zum Frühstück. Ja ihr lest richtig und genauso wie ihr jetzt wohl kuckt wurden wir angekuckt. 🙂
Für uns hatte dieses Zelten was von einem Festival nur das es abends ruhig war. Da gehört der Grill und das Bier am morgen einfach dazu.
Start war ja erst mittags und das Veranstaltungsgelände war zu Fuß  gut zu erreichen.
Kurz: wir hatten keinen Streß.

 Zwischen 09:30 Uhr und 10:00 Uhr machten wir uns also auf den Weg zum Veranstaltungsgelände. Unterlagen der anderen abholen, Toilettengänge, Fototermin und in Ruhe alles ansehen. Es war wirklich entspannt. So genossen wir die Zeit in der Sonne bis zum Start.

12:00 Uhr Start, auf gehts:

Mit dem Startschuss und dem Überqueren der Startlinie hatte man erfahren, dass es insgesamt 22 km zu bewältigen gibt. Okay, ich hatte mit 25 km gerechnet. Gut für meinen Kopf. 🙂

Nach einer längeren Laufstrecke kam das erste Hindernis:

HINDERNIS 1 – Strohpolis: Eine Mauer aus Strohballen waren zu überqueren, also wildes.

HINDERNIS 2 -Das 2. Voltwunder war in der ersten Runde bei uns gesperrt da ein Teil vom Gerüst zusammen gefallen war. In der zweiten Runde war das Hindernis wieder geöffnet und der Schlamm war unser.

HINDERNIS 3 –  Forest Jump – aufeinander gestapelte Baumstämme zum drüber klettern. In der ersten Runde einfach, in der zweiten Runde viel es einem dann schon schwerer die Beine zu heben.

HINDERNIS 4 – Wheelvana – hier lagen 3.000 Reifen hochgestapelt und wir kletterten von Musik begleitet darüber. Musik meine Motivation, denn die Laufwege zwischen den HIndernissen war eher langweilig und zogen sich. Für mich das schlimmste bei solchen Veranstaltungen. In der zweiten Runde gab es Volbeat auf die Ohren mit Guitar Gangsters und Cadillac Blood – da macht laufen Spaß! 🙂

HINDERNIS 5 – Wiener Walze -Sicher, dass Ihr das Hindernis aufgebaut hattet? Ich wüsste nicht, dass ich da vorbei bin und nein, es gab keine Pussylane oder Abkürzung. 🙂

HINDERNIS 6 – Muddona – Ein Matschloch, das von weitem aussah, als ob man Teer in eine Grube geschüttet hätte. Da hat wohl jemand zu wenig Wasser benutzt. Der Untergrund war hart und man konnte drüber laufen. Also keine Gefahr für die Schuhe.

HINDERNIS 7 – Ferropool – Jippieh Wasser. Ein Stück durch den künstlich angelegten See.  Eine Wohltat, denn es war doch unangenehm warm – nicht zu vergleichen mit den Temperaturen am Nürburgring. Auch in der zweiten Runde genoßen wir die Fluten als wir singend ins Wasser stürzten, weil der Laufweg zwischen den beiden Hindernissen wieder so lange war. Hier musste ich schon mit mir kämpfen, meine Beine sagten langsam, dass es eigentlich reicht mit dem Rumgerenne. 🙂

HINDERNIS 8 – The Great Slam- Matsch – endlich. Nachdem da ja vorher nicht viel kam, sah man das endlich mal etwas. ;-D

HINDERNIS 9 -Hammerzonas – Man musste durch ein 80 Meter langes Moorbecken. Wasser bis über die Knöchel, also nicht gehen – rennen.

HINDERNIS 10 -Schlammbock – Abwechselnd über Hürden drüber um danach unter einem Netz bückend durchzulaufen. Das Ganze dann 5 x. In der ersten Runde easy, in der  zweiten schon etwas schwieriger.

HINDERNIS 11 – Strohmalaja – Über eine Holzkonstruktion geht es auf einen Überseecontainer. Runter kommt man da nur mit einem beherzten Sprung auf die Strohballen. Hoch wars und eine kleine Überwindung hats mich gekostet da runter zu springen. Manchmal muss man einfach seine Ängste überwinden. 😉

HINDERNIS 12 – Marshmallow – Das Becken voller Schaum – Jippieh! Das war schön und so herrlich leicht. In der zweiten Runde wollte ich einfach nur noch ins Ziel, diese langen Laufwegen hatten es in sich und der Schaum war auch nimmer da.

HINDERNIS 13 – Knockout – Boxsäcke und Strom, genau wie auf dem Nürburgring.

HINDERNIS 14 – Watergeddon – Wasser… Yeah!! 300 Meter schwimmen. Hier wurde jeder (auch die die vorher immer ihre Shirts hochhoben oder ihre Frauen durch das Wasser getragen haben – ja sowas gabs da!) richtig nass, denn stehen konnte man hier nicht.

HINDERNIS 15 – Alcatraz – Eine 8 Meter lange Gitterbox, ob kriechen, hangeln, bückend durch man musste da durch, um in die zweite Runde oder direkt ins Ziel zu laufen.

Die langen Laufwege haben in der zweiten Runde etwa ab km 12/13 ordentlich reingehauen. Das bin ich einfach nicht gewöhnt, aber man muss sich halt mal quälen und wenn Carmen und Marina nicht gewesen wären, hätte ich wohl noch länger gebraucht. Der Spaßfaktor war aufgrund der wenigen Teilnehmer deutlich höher als am Nürburgring. Und das hat man auch gemerkt.

Das Ziel erreichte ich in einer Zeit von 3:13:15 zusammen mit Carmen und Marina. Wir liefen die ganze Zeit zusammen, obwohl wir unterschiedlich starke Läufer sind. Danke Euch fürs warten. Ich weiß das zu schätzen. 😉

Die Zielverpflegung bestand lediglich aus Wasser, Cola und Bier (mit Alkohol). Zum Essen gab es leider nichts, obwohl noch einige Läufer auf der Strecke waren. Hier hätte man besser planen müssen.

Die Stimmung auf der Strecke und an den Verpflegungsstationen war super geil. Man wurde sogar von der einen oder anderen Helferin an den Stationen mit Bananen gefüttert und motiviert. Wir hatten wirklich viel zu lachen.

Weil das Veranstaltungsgelände nicht so weitläufig ist hat es einen besonderen Charme zwischen den riesigen Maschinen.

Diese Veranstaltung kann ich wirklich nur empfehlen. Es war von Anfang bis zum Ende super schön. Mit kleinen schwächen, die aber leicht ausgebügelt werden können. Auch die Teilnehmerzahl fand ich angemessen. Mehr müssten es wirklich nicht werden.

Ich glaub wir kommen nächstes Jahr wieder. 😉

Danke Carmen für den Startplatz, es war -wie eigentlich immer mit Dir- ein schönes Erlebnis und ein grandioses Wochenende!

(Fotos von Sportograf)

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Über meineartzulaufen

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