RWE Hunsrück Marathon

Aufgrund Urlaub und Umzug ins Eigenheim waren die letzten Monate etwas stressig und ich hatte wenig bis gar keine Zeit zum schreiben.
Jetzt hole ich das in aller Ruhe nach.
Mein Freund meldete sich dieses Jahr schon recht früh beim RWE Hunsrück Marathon für die Halbmarathondistanz an.
Eigentlich war aufgrund der Streckenbeschaffenheit eine Bestzeitjagd geplant, was aber aufgrund des privaten Stresses ganz anders kam.

Nun gut für mich war klar ich fahr mit und schaute mir die Veranstaltung im Internet an. Cool! Es gab nen Fun-Lauf. 6 km waren zu absolvieren. Perfekt, da mein Trainingsstand zu wünschen übrig ließ, ich ja aber wg. dem Strongmanrun in Dessau/Ferropolis was tun muss und das eine Woche später dann gut passt.
Auch war gleich klar – wir reisen einen Tag früher an und haben keinen Stress mit Abholung der Startunterlagen.
Eine Unterkunft war auch schnell gefunden. In der Schlummerkiste in Kastellaun, wo Stefan an den Start gehen sollte, war noch ein (für die Region) günstiges  Doppelzimmer zu bekommen.
Am Samstag, den 15.08.2015 packten wir nach dem Frühstück den Koffer, luden die Räder aufs Auto und fuhren also auf den Hunsrück nach Kastellaun.
Nach Bezug der Unterkunft und Verzehr unserer mitgebrachten Brote, ging es gegen 15 Uhr mit den Rädern auf der ehemaligen Bahntrasse, die auch Teil der Laufstrecke war, ca. 16 km nach Simmern, um dort die Startunterlagen abzuholen.
Wir schauten uns um, um für den nächsten Tag vorbereitet zu sein. Im Zielbereich fand eine Team-Staffel statt. Jedes der 4  Teammitglieder hatte eine Strecke von 900m zu absolvieren. Da startete auch Joey Kelly trotz Muskelfaserriss.
Wahnsinn was da für Geschwindigkeiten erreicht wurden. Es hat Spaß gemacht da zuzuschauen.
Im Zelt wurde auch der Bon  für die Pasta – unser Abendessen – gleich eingelöst.
Dann ging es zurück nach Kastellaun. Diesmal mehr bergan. 🙂
Noch schnell Stefans Startbereich inspiziert, der jetzt auch aufgebaut war, ging es zum duschen in die Unterkunft.
Danach schlenderten wir noch etwas durch den Ort. Hier gab es wirklich viel zu sehen, kann nur wirklich jedem empfehlen dort mal halt zu machen.
Sonntag morgen ging es dann nach dem auschecken zum Frühstück in die nahegelegene Bäckerei.
Danach fuhr ich mit Stefan in seinen Startbereich. Kurz noch bei den Ordnern informiert wo man am besten parkt, damit ich nach dem Start nach Simmern fahren kann.
Wir waren die ersten und so konnten wir uns gute Plätze zum zuschauen aussuchen. Die Musik war gut und der Moderator guter Laune, wartete aber auf Nachricht von der Strecke, wann die ersten Marathonis an uns vorbei kämen.
Derweil konnten einige Skater begrüßt werden. Wahnsinn was die auf der Marathonstrecke für Zeiten abliefern und einige hatten auch sichtlich Spaß.
Dann folgten langsam die ersten Marathonis, die nicht so sehr wie die Skater lächeln konnten.
Um 13 Uhr startete dann auch Stefan. Zuerst noch eine ca. 5 km-Schleife durch Kastellaun bevor es auf den Schinderhannes-Radweg nach Simmern ging. Genau die Strecke die wir  am Vortag mit den Rädern gefahren sind.
Ich setzte mich ins Auto und fuhr Richtung Ziel. Unterwegs bemerkte ich jedoch das ich an allen Wegkreuzungen der Laufstrecke automatisch durch musste. Ich beschloß deshalb an guten Stellen halt zu machen und dort auf ihn zu warten.
Damit ich jedoch den Zieleinlauf nicht verpasste und ich ja auch erst noch einen Parkplatz finden muss, wartete ich nur an 2 Kreuzungen.
Das mit dem Parkplatz war wirklich nicht so einfach, weil die sehr voll und ich ja noch die Räder hinten dran hatte. Habe dann aber ganz zufällig einen schattigen Platz gefunden und konnte mir einen guten Platz im Zielbereich suchen.
Nachdem Stefan dann im Ziel war, ging ich dann zu meinem Busshuttle, um an meinen Startbereich zu gelangen, ich wollte ja auch noch laufen heute.

Als die Busshuttle ankamen nahm ich den letzten Bus. Erschien mir nicht so voll und man konnte wohl noch besser atmen als in den anderen, wo auch vielen schon stehen mussten.

Dann ging es erst mal nicht weiter. Auf der Busspur parkten Fahrzeuge, an denen die Busse nicht vorbei kamen. Es fanden sich aber keine Besitzer dazu und so manövrierte jeder Busfahrer sein Gefährt galant und ohne Anstöße an der Gefahrenstelle vorbei. Warum klatscht denn hier keiner – das machen die sicher nicht jeden Tag. Egal. Ab an den Start.

Erst mal aussteigen und sich einen Überblick verschaffen. Gut da war kurz danach schon eine Verpflegungsstelle. Super. Es war nämlich sehr warm.  Jetzt warten wir eben auf den Start – so ca. 45 Minuten. Ich stellte mich unter einen Baum in den Schatten und dann hieß es warten.

Es gab weder Toiletten, noch Musik, die das Warten verkürzen würde. Die Feuerwehr musste die Strecke ständig von den warteten Läufern räumen, da ja noch Läufer (Marathon und Halbmarathon) vorbei mussten.

Irgendwo schnappte ich auf, dass noch eine steile Schleife gelaufen werden musste. Wie Bitte? Ach du je. Darauf war ich gar nicht vorbereitet. Also wurde ich langsam nervös. Puls 115!

Irgendwann vernahm man eine Megaphon-Stimme… aber verstehen konnte ich nichts. Auch als ich näher hin ging, war nichts zu verstehen und dann wars auch schon vorbei. Kein Countdown, nur ein einsamer Schuss signalisierte den Start. Aller hopp, dann jetzt mal den Berg rauf…. Aber wo war der Bitte? Es war hügelig, aber nicht merkbar, also habe ich mir umsonst so einen Kopf gemacht. Eine Runde durch den Ort und ab auf den Radweg nach Simmern. Yay!!

Aber das Yay verging mir schnell. Wieder so ein Mist wie in Frankfurt. Mehrere Läufer nebeneinander, die einen nicht durchlassen wollten. Hatten die sich etwas gelichtet und ich überholte, meinten die Gas geben zu müssen, weil man sich ja nicht überholen lassen wollte. Ich hatte etwas Zorn und versuchte das Beste draus zu machen. Jedoch wurde ich ständig „aufgehalten“. Ich hätte wirklich besser sein können.

Nach 00:42:13 überquerte ich die Ziellinie nach 6 km. Was ne bescheidene Zeit und ich hatte noch nicht mal Spaß, sehnlichst hatte ich mir meinen Ipod herbeigewünscht.

Naja abhaken und weiter machen. Nur nochmal muss ich da nicht mehr hin.

so on eure jasi

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Über meineartzulaufen

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