Vom Matschengel und nem Schlammbad

Ihr lest richtig. Eines meiner Highlights dieses Jahr. Der Strongmanrun Ferropolis. Der erste Hindernislauf der Welt im dunkeln.
Mir hat die Strecke letztes Jahr schon gut gefallen. Deshalb mussten wir da einfach unbedingt nochma hin.

Ich hab mich schon irgendwie gefreut, aber ich wusste die Distanz wird hart. Ich hatte mich nicht darauf vorbereitet – wie so oft. Aber irgendwie wird es schon „gehen“. 😀

Samstag morgens ab zu Carmen und schon waren wir auf der Autobahn in Richtung Osten.

Diesmal blieben wir nicht 2 Nächte, sondern nur die eine und die wurde im Hotel verbracht. Carmen hatte dort Termine mit Brooks und so nahm ich mir mit meinem Anhang auch ein Zimmer.

Beim Mittagessen lernte ich neue Gesichter aus dem Run Happy Team und dem Bloggerprogramm kennen. Aber auch alte Bekannte waren am Start. Es wurde viel übers Laufen gefachsimpelt und überhaupt, es war eine schöne gemütliche Runde.

Danach hatten wir noch etwas Freizeit und wir schauten uns in der näheren Umgebung um, bevor wir uns für den abendlichen Lauf fertig machten, vorher noch ein Powernap.

Dann ging es schon los zum Eventgelände. Wir mussten außerhalb parken und je näher wir dem Gelände kamen, um so lauter wurde es. Auch die Laufstrecke wurde da bereits beäugt. Viele Bänder waren gespannt. Das sah nach viel Laufen aus.

Ich holte meine Startunterlagen ab und genoss die Atmosphäre, die Umgebung und die Musik. Wir hatten genug Zeit  zum Schlendern, Toilettengängen, Fotos usw., bevor es nochmal ein (oder mehrere) Gruppenfoto(s) mit dem Brooks Run Happy-Team gab.

Dann eine Durchsage… die Strecke wurde auf 9,2 km je Runde verkürzt. Yay! Das schaffe ich auf jeden Fall. Die Freude war riesig und so wurde ich noch lockerer und konnte alles drumherum noch mehr genießen.

wpid-wp-1444221231094.jpeg

Ich durfte mit dem Brooks Run Happy Team in der Frist Fifty-Area starten. Die letzten Minuten vor dem Start war eine einzige Party und wir feierten als obs kein Morgen gäb. Sowas hatte ich noch nicht erlebt. Es war genial und so viel auch die letzte Anspannung ab.

Dann der Startschuss. Ich war wirklich in Reihe 1 und preschte nach vorne, um nicht umgerannt zu werden. Vor der ersten Kurve wich ich dann nach links aus, wo schon Carmen auf mich wartete und so trabten wir am Feuerwerk in die dunkle Nacht hinein.

Der Boden war uneben und man musste wirklich gut aufpassen, sich hier nicht zu verletzen. Es ist doch schon anders, als im Hellen.

Solange die Lichtmasten in unserem Rücken waren, war es aber eigentlich gut zu laufen und vor allem zu sehen. Nach einer Abbiegung mussten wir in das Licht hineinsehen, was dann wieder eine gewisse Konzentration bedurfte. Ich versuchte immer Läufer vor mir zu haben, die die Lichtquelle mit ihrem Körper abdeckten.

wpid-wp-1444221254611.jpeg

Wir fanden unser Tempo und auf einmal war es ruhig um uns herum… ja was ist denn hier los? Die Stimmung war dahin. Naja, machen wir es uns eben unsere eigene Party mit Pfälzer Liedgut und einer großen Portion guter Laune. Das können wir wirklich gut!!

Die Hindernisse waren sehr weit auseinander und irgendwie meinte man, dass diese auch  anders geplant gewesen waren. Die Laufwege dorthin waren gefühlt endlos. Und von Wasser überhaupt keine Sicht. Es muss wohl der geänderten Strecke geschuldet sein, dass es sich alles so anders anfühlt.

Gegen Ende der erste Runde auf einmal aus heitern Himmel Hindernis um Hindernis. Na endlich!!! Heuballen, Schaum, Gitter, Treppen, das sehnlichst erwartete Wasser und die Rutsche! Yay!!

Ab in Runde 2.

Nach beim Überqueren der Zeitmatte teilte ich meine Gedanke mit Carmen, da ich das Tempo der 1. Runde wohl in der 2. Runde so nicht lange halten könne. Zu lang empfand ich die Laufwege. Shit egal, Hauptsache wir haben Spaß!

Wir mussten  erneut anfangen zu singen und zu tanzen, da das Feld sich ganz schön gelichtet hatte und es außen herum noch ruhiger wurde. Wir wurden erkannt und Carmen gab die singende Jukebox zum besten und hat Musikwünsche erfüllt.

Zuschauer gab es unterwegs nur wenige, vielleicht eine Hand voll. An einem Samstag Abend  hat man auch sicher besseres zu tun!

Auch in Runde 2 gab es an allen Verpflegungsstellen noch genügend zu trinken, was ich dankend angenommen habe. Ja, ich kann das mittlerweile, aber eben nicht laufend. Das muss ich noch üben. 🙂

Ca. bei km 14 gab es ein Hindernis unter das man im Schlamm durchkrabbeln musste. Da ich ja so empfindliche Knie habe versuche ich so wenig wie möglich auf den Knien zu krabbeln. Bei diesem Hindernis war das aber in der ersten Runde nicht so wirklich möglich. Jetzt wo wir hier so fast alleine rum rutschten erspähte ich eine riesige Schlammpfütze unterhalb des Gitters. Ich legte mich da rein und zog mich am Boden nach vorne. Ich schwamm – wie geil!

Carmen rief mich, weil sie da wohl schon länger stand und auf mich wartete. Ich rief ihr zu, dass ich gerade am schwimmen wäre – Reaktion: „Du bist doch bekloppt! Ach scheiß drauf ich mach jetzt nen Matschengel!“

Ab diesem Zeitpunkt waren wir so richtig eingesaut und der Spaßfaktor noch mehr zu spüren. Wir nahmen jede Pfütze und Wasserlache mit, die dann noch kam. Der Endspurt mit den vielen geballten Hindernissen machten ab da einfach nur noch Spaß!

Zieleinlauf nach 2:35:07! Mein schnellster Hindernislauf EVER und das noch im Dunkeln und ohne richtig darauf vorbereitet zu sein.

Enttäuschend, dass es so wenig Bilder gibt, auch vom Zieleinlauf gibt es diesmal keines. Das bin ich vom Strongmanrun anders gewöhnt. Im Ziel gabs auch nichts mehr zu essen. Nur noch Flüssiges.

Und außer den Leuchtarmbändern gab es keine Spezialeffekte, da hatte ich mir etwas mehr erwartet.

Auf dem Gelände war schon alles geschlossen. Keinen Imbiss für danach. Und überhaupt wurde mir zugetragen, dass man die Imbissstände suchen musste und es da dann -wenn man sie fand- auch nichts mehr gab.

Das könnt ihr doch eigentlich besser. 😉

Aber schön wars trotzdem und es hat riesigen Spaß gemacht. Das war mein diesjähriges Highlight und ich komme nächstes Jahr wirklich sehr gerne wieder!

So on Eure Jasi

Advertisements

Über meineartzulaufen

You can rest when you´re dead!
Dieser Beitrag wurde unter Körpergefühl und so, Spaß, Training, Wettkämpfe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s